Unser Heimatverband und der Bund der Vertriebenen (BdV) Nach 25jähriger Mitgliedschaft im Heimatverband Banater Berglanddeutscher aus Rumänien in Deutschland e.V., davon 12 Jahre als Mitglied des Bundesvorstandes, sehe ich es als meine Pflicht, zur Versachlichung einer emotional geführten Diskussion beizutragen, indem ich über den Verlauf der Zusammenarbeit zwischen dem BdV Landesverband Bayern und dem Bundesvorstand unseres Heimatverbandes informiere. Seit meiner Wahl zum Bundesgeschäftsführer am 21.05.1994 durch
die Hauptversammlung in Attendorn nahm ich regelmäßig an den in
München stattfindenden Sitzungen des Landesausschusses des BdV Landesverband
Bayern teil. Dies geschah jedes Mal auf schriftliche Einladung des jeweiligen
Vorsitzenden an den Bundesvorstand unseres Heimatverbandes. (Da ich meinen
Wohnsitz in München habe und nur an den Veranstaltungen des BdV in München
teilgenommen habe, sind weder unserem HV noch dem BdV dadurch Kosten entstanden.)
Mit meiner Teilnahme an den BdV-Sitzungen in München folgte ich einer
seit Bestehen unseres HV gepflegten Gewohnheit, Kontakt zu anderen Vertriebenenverbänden
zu erhalten, vor allen zu den Landsmannschaften, welchen aus Rumänien Die Teilnahme an den Sitzungen des BdV ermöglichte unserem Bundesvorstand Auf meine Frage nach der Mitgliedschaft des Heimatverbandes im BdV erhielt ich folgende Antwort vom damaligen BV Julius A. Baumann und dem späteren BV Georg Pischl. Der Antrag des Heimatverbandes auf Mitgliedschaft im BdV auf Bundesebene sei seinerzeit abgelehnt worden. Da die Landsmannschaft der Banater Schwaben seit vielen Jahren Mitglied im BdV ist, sah sie sich dort als Vertreterin aller Banater Deutschen. Es habe deswegen bezüglich der Zuständigkeiten mit der Landsmannschaft der Banater Schwaben Meinungsverschiedenheiten gegeben. Eine Mitgliedschaft im Bundesverband mit Sitz in Bonn sei auch an den hohen Mitgliedsbeiträgen und an den bescheidenen finanziellen Möglichkeiten unseres Heimatverbandes gescheitert. 2005 hat der Landesverband Bayern des BdV, ein Verbund von 18 Landsmannschaften
mit Sitz in Bayern, sich neu strukturiert. Durch die neue Satzung und moderate
Mitgliedsbeiträge wurde ein Beitritt unseres HV im Landesverband Bayern
des BdV ermöglicht. Dieser wurde im Bundesvorstand diskutiert und von
den meisten Mitgliedern befürwortet, von einzelnen Mitgliedern jedoch
kritisch hinterfragt, obwohl die Mitgliedschaft nur eine Legalisierung einer
de facto bestehenden Beziehung zum BdV bedeutet. Eine Mitgliedschaft unseres
Heimatverbandes, der beim Amtsgericht München als Verein eingetragen
ist, bedeutet vor allem eine Anerkennung der Banater Berglanddeutschen als
eigenständige Volksgruppe unter den anderen Landsmannschaften der aus
Rumänien stammenden Deutschen. Mitglied im BdV sind die Landmannschaft
der Banater Schwaben, der Siebenbürger Sachsen, der Sathmarer Schwaben
und der Für eine Mitgliedschaft sprechen folgende Gründe: 1.Unsere Verbandsmitglieder gelangten bis auf wenige Ausnahmen durch Kriegsfolgen oder durch Familienzusammenführung nach Deutschland oder Österreich und wurden hier als Vertriebene, Flüchtlinge oder Aussiedler aufgenommen. Wir gehören damit zur Personengruppe, die der BdV vertritt. 2.Gemäß unserer Satzung Abs.I Punkt 3. und 4. hat unser Verband u.a. das Ziel, die Eingliederung der Banater Berglanddeutschen zu fördern wie auch die Zusammenarbeit mit interessenähnlichen Verbänden. 3.Die Mitgliedschaft im BdV sichert unserem HV auch in Zukunft die Teilnahme an den Veranstaltungen desselben und ein Mitspracherecht beim Zustandekommen von Aktionen und Beschlüssen 4.Der jährliche Mitgliedsbeitrag (0,25 Euro für jedes unserer Mitglieder) ist lediglich ein minimales Entgelt für die seit über 20 Jahren erhaltene kostenlose Hilfe seitens des BdV, aber gleichzeitig eine Investition für die Zukunft. 5.Der einmal erfolgte Beitritt als Mitglied besteht nicht zwangsläufig fort. Die Kündigung der Mitgliedschaft kann – falls sich unerwartete Änderungen ergeben sollten – gemäß geltender Satzung ohne Vorbehalte erfolgen. 6.Auf dem Weg zu einem geeinten Europa können wir Banater Berglanddeutsche mit unserer über 250 jährigen Geschichte kaum alleine, wohl aber mit Hilfe des BdV auch einen bedeutenden Beitrag leisten. Hans Wania, seit 2003 als Beirat im Bundesvorstand zuständig für Rechtsfragen betr. Heimatverband, Kontakte zum BdV, Dokumentation betr. Deportation; von 1994 – 2003 Bundesgeschäftsführer des Heimatverbandes Banater Berglanddeutscher. |